Lissi, unsere Berner Sennenhündin, glücklich im hohen Gras — Zeckenzeit beim Hund

Zeckenzeit beim Hund: Was du wissen solltest — und was wir mit Lissi gelernt haben

Was hilft wirklich in der warmen Jahreszeit? Unsere Erfahrungen aus 11 Jahren Hundeleben mit unserer Berner Sennerin Lissi.


Es gab eine Zeit, da haben wir vor jedem Spaziergang mit Lissi tief durchgeatmet. Unsere Berner Sennenhündin liebte das Unterholz, das nächste Bachufer und vor allem hohes Gras — je höher, desto glücklicher war sie. Sie war eine echte Wasserratte mit dichtem Fell — und damit eine echte Herausforderung für jede Routine in der warmen Jahreszeit. Aufs Fell auftragen? Wäscht sich beim ersten Sprung ins Wasser ab. Halsband? Verliert sie im ersten Brombeerstrauch. Chemiekeule? Wollten wir nicht. Wir saßen ehrlich gesagt zwischen allen Stühlen.

Wir kennen das Gefühl, das gerade jetzt beginnt

Du kennst diese Tage im Frühling. Es duftet, es grünt, dein Liebling stupst dich morgens schon mit der Schnauze an, weil er endlich raus will. Und dann fällt es dir wieder ein: warme Jahreszeit. Aufmerksamkeitsphase. Ungebetene Gäste im Fell.

Bei Lissi war es immer dasselbe. Sie kam strahlend vom Spaziergang zurück, und wir standen abends mit den Fingern tief in ihrem dichten Fell und suchten. Bei einem Berner Senner wirst du dabei nicht entspannt. Du wirst geduldig. Und du beginnst, dir Fragen zu stellen — wie wir damals. Was bringt wirklich etwas? Was ist nur gut gemeint? Und was kann ich täglich umsetzen, ohne dass mein Hund mich anschaut, als hätte ich den Verstand verloren?

Bevor wir dir erzählen, wie wir am Ende unsere eigene Antwort gefunden haben, möchten wir dir teilen, was uns dabei wirklich geholfen hat: ein bisschen sachliches Wissen, und ein ehrlicher Blick auf das, was die Forschung sagt.

Was wirklich passiert in der warmen Jahreszeit

Beginnen wir mit einem kleinen Mythos, den fast jeder schon einmal gehört hat: Zecken fallen nicht von Bäumen. Sie sitzen häufig an Gräsern, Kräutern oder niedrigen Sträuchern und werden im Vorbeigehen abgestreift. Sie sind Spinnentiere, keine Insekten — und sie haben eine bemerkenswerte Geduld. Sie warten einfach, bis ein Wirt vorbeikommt.

Aktiv werden sie je nach Witterung schon ab etwa 5–7 °C. Das bedeutet: In milden Wintern gibt es kaum noch eine echte Pause. Die klassische Hauptsaison von März bis Oktober wird dadurch in vielen Regionen länger. Was sie übertragen können, hat sich in den letzten Jahren leider nicht entspannt — Borreliose, FSME, Anaplasmose oder Babesiose sind Begriffe, die viele Hundehalter mittlerweile kennen.

Hinzu kommt: Es gibt heute Arten in Deutschland, die früher nicht heimisch waren. Die Auwaldzecke breitet sich aus, und auch die wärmeliebende Hyalomma-Zecke wird immer wieder beobachtet. Der Klimawandel ist hier kein abstraktes Thema, sondern eine Veränderung, die du als Hundehalter direkt spürst.

Wir erzählen dir das nicht, um dir Angst zu machen. Sondern weil Wissen entspannt. Wer versteht, womit er es zu tun hat, kommt aus dem Hamsterrad der Panik heraus und in eine ruhige, aufmerksame Haltung.

Lissi, unsere Berner Sennenhündin, ruht aufmerksam im Laub — die warme Jahreszeit beobachten statt fürchten

Was die Forschung über bestimmte Pflanzenöle sagt

In den letzten Jahren haben Wissenschaftler verschiedene Pflanzenstoffe genauer unter die Lupe genommen. Zwei davon tauchen immer wieder auf: Schwarzkümmelöl und Kokosöl beziehungsweise die in Kokosöl natürlich enthaltene Laurinsäure.

Schwarzkümmelöl wird aus den Samen von Nigella sativa gewonnen — einer Pflanze, die seit Jahrhunderten in vielen Kulturen geschätzt wird. Im alten Ägypten galt sie als „Gold der Pharaonen". 2014 brachte ein deutscher Schüler bei „Jugend forscht" erstmals eine zeckenabweisende Beobachtung in die öffentliche Diskussion. Inzwischen gibt es auch peer-reviewte Forschung dazu: Das US-Landwirtschaftsministerium (USDA) untersuchte 2016 in einer Laborstudie verschiedene Schwarzkümmel-Extrakte gegen mehrere Zeckenarten und beschrieb dabei deutliche repellente Eigenschaften unter kontrollierten Bedingungen.

Auch Kokosöl ist Gegenstand der Forschung. Wissenschaftler der FU Berlin haben 2008 die in Kokosöl natürlich enthaltene Laurinsäure als möglichen zeckenabweisenden Stoff untersucht. Die Studien fanden im Labor statt, mit Extrakten in bestimmten Konzentrationen.

Was bedeutet das für den Alltag mit deinem Hund? Erstmal: Die Forschung ist spannend, aber sie ist begrenzt. Es handelt sich um Laborversuche, nicht um Untersuchungen am lebenden Tier. Eine 1:1-Übertragung auf den Hund am Waldrand ist daraus nicht ableitbar. Wir glauben weder an Wundermittel, noch erwarten wir, dass eine einzelne Studie eine fertige Antwort liefert. Aber wir finden es bemerkenswert, dass die Wissenschaft sich genau diesen alten, traditionell geschätzten Pflanzen wieder zuwendet.

Eine ruhige Routine ist mehr wert als jedes Wundermittel

Für uns war daraus vor allem eines klar: Es gibt nicht die eine perfekte Lösung. Entscheidend bleibt eine alltagstaugliche Routine, die zum Hund, zum Menschen und zum Leben passt. Was sich bei uns über die Jahre wirklich bewährt hat, ist erstaunlich unspektakulär:

Suche deinen Schatz nach jedem Spaziergang ab. Besonders an den dünnen Hautstellen — Ohren, Bauch, Achseln, zwischen den Pfoten. Bei dichtem Fell hilft gründliches Kämmen mehr als nur Streichen. Helle Decken im Auto und auf dem Lieblingsplatz machen kleine ungebetene Gäste leichter sichtbar. Falls sich doch einmal eine festgesetzt hat: Ruhe bewahren. Mit einer Zeckenzange umschließen, gerade herausziehen, die Stelle ein paar Tage beobachten. Wenn dein Hund matt wirkt, lahmt, Fieber bekommt, geschwollene Lymphknoten zeigt oder sich die Einstichstelle auffällig verändert — bitte zum Tierarzt. Das ist die Linie, ab der Aufmerksamkeit zu Vorsicht wird.

Aufmerksamkeit ist die wichtigste Routine, die du haben kannst. Nicht Panik, nicht Aktionismus. Einfach das ruhige, regelmäßige Hinsehen — mit den Händen, die deinen Hund sowieso jeden Tag berühren.

Wie aus einem Problem eine Idee wurde

Zurück zu Lissi. Wir haben damals lange gesucht und vieles ausprobiert. Öle aufs Fell waren bei einer Wasserratte schlicht nicht praktikabel. Halsbänder verloren sich im Unterholz. Und die übliche Chemie kam für uns nicht in Frage. Irgendwann saßen wir abends in der Küche und fragten uns: Was wäre, wenn wir daraus eine einfache tägliche Snack-Routine machen — etwas, das zum Hund passt, unkompliziert ist und sich leicht in den Alltag integrieren lässt? Etwas, das auch bei einem Hund funktioniert, der ständig im Wasser unterwegs ist — einfach, weil es nicht aufs Fell aufgetragen werden muss.

Aus dieser Idee entstanden 2015 unsere PARATIC Snacks. Wir haben darin 5% Schwarzkümmelöl, 1% Kokosöl und eine ausgewählte Kräutermischung kombiniert. Damals war dieser Ansatz noch ungewöhnlich — heute suchen viele Hundehalter genau nach solchen einfachen, natürlichen Routinen für die warme Jahreszeit.

Eines wollen wir an dieser Stelle ehrlich sagen: Es gibt keine wissenschaftliche Studie, die unsere PARATIC Snacks selbst untersucht hat. Was es gibt, sind die Erfahrungen vieler Hundehalter, die uns über die Jahre begleitet haben. Du findest ihre eigenen Worte und Bewertungen direkt auf der Produktseite — wir lassen sie für sich sprechen, weil das ehrlicher ist als jedes Versprechen, das wir selbst formulieren könnten.

Lissi ist 2023 nach einem langen, glücklichen Hundeleben von uns gegangen. Sie wurde elf Jahre alt. Ihre Spaziergänge im Wald und am Bach haben uns geprägt — und einen guten Teil unserer Arbeit bei DOGS-HEART mit auf den Weg gebracht.

PARATIC Snacks von DOGS-HEART zwischen zwei entspannten Samojeden im Garten — natürliche Snack-Routine für die warme Jahreszeit

Wenn du neugierig geworden bist, schau dir unsere PARATIC Snacks gerne in Ruhe an. Du findest dort alles über die Inhaltsstoffe, die Größen und die tägliche Fütterung — damit du selbst entscheiden kannst, ob es zu dir und deinem Schatz passt.

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